Fadenlifting – minimalinvasive Straffung mit resorbierbaren Fäden

Dezente Konturierung bei leichter bis mäßiger Hauterschlaffung

Das Fadenlifting ist ein minimalinvasives Verfahren zur dezenten Straffung und Konturierung ausgewählter Gesichtsregionen. Es eignet sich insbesondere für Personen mit leichter bis mäßiger Hauterschlaffung, die keine operative Gesichtsstraffung wünschen. Unter örtlicher Betäubung werden spezielle medizinische Fäden über kleine Einstichstellen unter die Haut eingebracht. Je nach Fadenart können sie das Gewebe mechanisch stützen und leicht anheben. Bestimmte Fäden sollen zusätzlich Umbauprozesse im umgebenden Bindegewebe anregen. Häufig werden resorbierbare PDO-Fäden verwendet. PDO steht für Polydioxanon – ein synthetisches, biologisch abbaubares Polymer, das seit Langem als medizinisches Nahtmaterial eingesetzt wird. Die Fäden werden im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut. Sie bestehen nicht aus Proteinen. Mögliche Behandlungsregionen sind:
  • Wangen und unteres Gesicht
  • Kinn- und Unterkieferkontur
  • sogenannte Hängebäckchen
  • Anhebung der Augenbrauen
  • Hals und ausgewählte Bereiche des Dekolletés
  • ausgewählte Körperregionen, abhängig von Fadenart und Zulassung
Nicht jeder Faden erzeugt einen mechanischen Liftingeffekt: Glatte Fäden werden vor allem zur Unterstützung der Gewebestruktur eingesetzt, während Fäden mit Widerhaken oder Kegeln das Gewebe zusätzlich positionieren können. Ein erster Straffungseffekt kann unmittelbar nach der Behandlung sichtbar sein. Das Ergebnis verändert sich während der Heilung und kann sich über mehrere Wochen weiterentwickeln. Es bleibt jedoch dezent, zeitlich begrenzt und erreicht nicht die Wirkung eines operativen Facelifts. Bei stärker ausgeprägtem Hautüberschuss ist ein Fadenlifting meist nicht ausreichend. Mögliche Nebenwirkungen und Risiken: Nach der Behandlung können Schwellungen, Blutergüsse, Schmerzen, Spannungsgefühl und vorübergehende Unregelmäßigkeiten entstehen. Darüber hinaus sind möglich:
  • tast- oder sichtbare Fäden
  • Einziehungen und Dellenbildung
  • Asymmetrien
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • Infektionen
  • Verrutschen oder Austreten eines Fadens
  • länger anhaltende Schmerzen
Sehr selten können Verletzungen von Nerven, Gefäßen oder anderen anatomischen Strukturen auftreten. Eine genaue Kenntnis der Gesichtsanatomie und eine sorgfältige Auswahl von Fadenart und Behandlungsebene sind deshalb entscheidend. Auf einen Blick:
  • Behandlungsdauer: häufig etwa 30 bis 60 Minuten, abhängig von Region und Fadenanzahl
  • Anästhesie: örtliche Betäubung
  • ambulant
  • Erholungszeit: meist einige Tage, individuell auch länger
  • Wirkungseintritt: teilweise sofort, weitere Entwicklung über mehrere Wochen
Haltbarkeit: zeitlich begrenzt und abhängig von Fadenart, Gewebe und Lebensstil

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